Verladetraining

2007: so kennen es viele....
2007: so kennen es viele....

Viele Pferdebesitzer kennen das Thema. Verladen kann schnell zum absoluten Streß für Mensch und Tier ausarten. Oft eilen dann zahlreiche Helfer zur Stelle um einem den Tip zu geben. Und am Ende wird es nicht besser, sondern immer schlimmer.

 

Genau das habe ich auch erlebt und war schnell von zehn Minuten bei eineinhalb Stunden. Ein Albtraum !

 

Das ein Pferd sich einwandfrei verladen lässt ist unabdingbar, nicht nur um zu einem Kurs oder Turnier zu kommen. Gerade in Krankheitsfällen kann es erforderlich sein das Pferd schnell verladen zu können um es in eine Klinik zu fahren.

Wenn Leckerlies beim Verladen helfen, prima! Bei einer Kolik aber kann es dem Pferd unter Umständen an Appetit mangeln. Auch kann man häufig beobachten, wie die Pferde auf den Hänger gehen, sich schnell das Leckerli oder einen Happen schnappen und dann wieder rückwärts schießen. Das Verladen selbst übe ich daher grundsätzlich ohne Futter.

 

Egal ob euer Pferd schon gar nicht auf die Rampe geht, nicht komplett auf den Hänger geht oder aber auch nicht lange genug stehen bleibt, damit man die Stangen schließen kann, ich helfe euch gerne dabei, dass das Verladen wieder stressfrei und zügig gelingt.

 

Ich bringe dem Pferd bei sich quasi selbst zu verladen. Kein "unter der Stange durchgekrabbel" oder "Rampe schnell zu zweit hoch drücken" mehr.

 

Meine Pferde gehen alle auf Fingerzeig auf den Anhänger und ich kann die Pferde auch ohne Helfer ganz allein und entspannt verladen.

 

Wenn ihr Probleme beim Verladen habt stehe ich euch gerne mit Rat und Tat zur Seite. Mit wenigen Trainingseinheiten lernt auch euer Pferd ohne Streß und nur mit minimaler Hilfestellung auf den Hänger zu gehen.

 

 

Zum Verladetraining:

 

Abschließend soll an dieser Stelle wirklich nur ganz kurz erwähnt werden, dass sich Pferde, die bisher schon nicht auf den Hänger gehen, auch von mir dann nicht mit "Bitte Bitte" verladen lassen. Das Verladethema ist ein heikles! Ganz kurz kann man hierzu sagen ist es ähnlich wie mit kleinen Kindern: Wenn diese auf Nachfrage nicht ins Zimmer wollen, sondern lieber diskutieren, dann ist es an der Zeit sich als Elternteil wieder zu behaupten und die Hierarchien zu klären. Dies ist in der Arbeit mit Pferden sehr ähnlich.

 

Beim Verladen beobachte ich oft einen inkonsequenten Umgang seitens der Besitzer mit ihrem Partner Pferd: ein "Na gut" hier und ein Anrempeln da.... Wenn wir nun plötzlich etwas durch setzen wollen kommt es zur Diskussion mit unserem Partner und es entsteht auf beiden Seiten Streß. Jedes Pferd wählt den aufzubauenden Druck selbst. Je feiner das Pferd reagiert desto weniger Druck muß ich ausüben. Drängelt das Pferd mich aber beiseite, rempelt mich an oder entzieht sich durch Steigen, dann muß ich den Druck erhöhen. Wie groß der Streß wird hängt also maßgeblich von dem von mir erzeugten Druck ab, welcher wiederum vom Pferd selbst erzeugt wird. Ist die Diskussion aber einmal abgeschlossen können sich alle wieder entspannt verhalten und das Verladen wird bei gelegentlichem Üben kein Diskussionsthema mehr sein. Sich hier bis zuletzt durchzubeißen ist unerlässlich! Wer ohne Erfolg aufhört oder eine Pause einschiebt wird immer wieder diskutieren müssen!

 

Lieber sollte ein Problem mal ordentlich ausdiskutiert werden, als dass es immer wieder neu diskutiert wird. Die Zeit, die ihr dafür zu Beginn zusätzlich einsetzen müsst, spart ihr am Ende bei jedem Verladen wieder ein.

Melanie Pommerenke

Westerntraining

EWU und DOSB lizenzierte C-Trainerin Westernreiten

 

Tel. 0163/ 699 81 31

mp-westerntraining@web.de

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